Bondi 36

Entwicklung

Die Entwicklungsvorgaben für die Bondi 36 waren eine ultimative cruiser / racer Yacht ohne Kompromisse zu entwerfen. Der Eigner wollte auf der Elbe und Nord – und Ostsee mit kleiner Besatzung touren, sowie Regatten segeln.
Um diese Vorgaben zu erfüllen, wurde die gesamte Struktur, von Bug bis Heck, aus Kohlefaser entworfen. Dadurch wurde das Gewicht minimiert und die Steifigkeit zu maximiert. Eine Materialwahl, die in der Regel für hochwertige Rennyachten reserviert ist.
Im Gegensatz zu einer reinen Rennyacht hat die Bondi 36 eine komfortable Einrichtung. Es gibt eine V – Koje im Vorschiff, eine richtige Toilette, einen hellen Saloon, zwei Hundekojen und sogar einen Kühlschrank, Warmwassersystem und eine Heizung. Ausrüstung die man auf einer Rennyacht nicht findet.
Damit die Einrichtung einen möglichst geringen Einfluss auf die Bootsleistung hat, wurden alle Einrichtungsplatten auch aus Kohlefaser gebaut. Dieses schließt alle Schotten, Bodenplatten und sogar kleinere Teile wie die Schubladen und das Eisfach ein.
Die Einrichtung ist freundlich und modern mit klar lackierten Kohlefasern für die Arbeitsplatten, den Salontisch und den Bodenbrettern. Holzfurniere bedecken die Türen. Alle anderen Teile sind weiß lackiert.
Um hohe Segelleistungen zu erreichen wurde die Effizienz des Bootes maximiert. Der Rumpf hat eine relativ schmale Wasserlinie, die den Widerstand minimiert. Die Segelfläche ist großzügig bemessen. Um die hohen Segelkräfte zu balancieren ist der Ballastanteil größer als 54% mit 2,3 t in der Bombe des tiefen T – Kiels. Darüber hinaus befinden sich zwei 500 l Wasserballasttanks in den Hundekojen, um das fehlende Gewicht mit kleiner Besatzung auszugleichen.
Das Ergebnis dieser Entscheidungen ist ein jollenartiges Segelverhalten, Gleitfahrt beim Fahrtensegeln und sehr hohe Leistung auf der Kreutz. Bei mäßiger Briese segelt das Boot mit 10 – 12 Knoten bei halbem Wind und zwei Personen an Bord. Auf der Kreutz sind es 7,3 Knoten mit einem Wendewinkel von 72 Grad. Gleitfahrt erreicht man sogar unter Motor. Der Eigner kann morgens ausschlafen und erreicht den nächsten Hafen trotzdem vor den anderen Seglern, sogar wenn die anderen Boote 10 Fuß länger sind.

Bauweise

Die verwendeten Baumethoden sind auf dem höchsten Stand der Technik, besonders für einen Eigenbau. Der Rumpf und das Deck wurden aus Kohlefasersandwich mit Schaumkern hergestellt. Die Außenhaut vom Rumpf wurde unter Verwendung eines besonders langsam härtenden Epoxidharzes per Hand laminiert. Solch ein Vorhaben dauert einen ganzen Tag und ist sehr stressvoll, da das Vakuum aufgebracht werden muss, bevor der Harz dickflüssig wird.

Aus diesem Grund wurde das Vakuuminfusionsverfahren für die Innenhaut vom Rumpf und beide Häute des Decks verwendet. Es gibt unbegrenzte Zeit um alle Verstärkungsfasern richtig zu platzieren. Wenn alles vorbereitet ist, werden die Schläuche und die Vakuumfolie aufgebracht. Vakuumtests werden ausgeführt um sicherzustellen, dass alles luftdicht ist. Nachdem alles geprüft und doppelt überprüft wurde, kann das Vakuum aufgebracht werden und die Harzventile werden geöffnet. Der eigentliche Infusionsprozess ist nach ungefähr 30 Minuten abgeschlossen.

Um die erste Haut des Decks zu infusieren war es notwendig, den Schaumkern vom Deck luftdicht zu machen. Dieses erfordert ein genaues verkleben der Schaumstreifen und anschließenden Vakuumtest. Der Aufwand lohnt sich aber um das Handlaminieren zu vermeiden.

Dieses innovative Verfahren benötigt keine luftdichten Formen und spart damit erheblich Zeit und Geld. Ideal für einen Einzelbau.

Das Gewicht der Rumpfschale beträgt etwa 325 kg, während das Deck 200 kg wiegt. Alle Einrichtungsteile, einschließlich des Eisfachs und der Schubladen, wurden auch aus Kohlefaserplatten mit Schaumkern hergestellt. Das stehende Gut wurde am Rumpf mit Kohlefaserbeschlägen befestigt.

Das Ruder ist ebenfalls komplett aus Kohlefasern gebaut und wiegt etwa 11 kg. Es wurde ausgelegt um mehr als 2,6 t Last zu überstehen, was einem Strömungsabriss bei etwa 16 Knoten Bootsgeschwindigkeit entspricht. Der Mast, Großbaum und Bugspriet sind ebenfalls aus Kohlefaser.

Auf dem gesamten Boot gibt es nur drei größere Metallteile. Eines ist die 2,3 t schwere Kielbombe. Die Kielflosse ist eine geschweißte Stahlkonstruktion und Metall ist für den Motor leider noch unvermeidlich.

Album

Sailing

Launch
Construction

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Dimensionen

Länge: 11.00 m
Breite: 3.575 m
Tiefgang: 2.3 m
Verdrängung: 4.6 t
Ballast: 2.5 t
Wasser Ballast: 2 x 500 l
Großsegel: 42 m2
Genua: 36 m2
Gennaker: 180 m2

Fahrtenausrichtung

  • Heizung
  • Kühltruhe
  • Heißwassersystem
  • Gaskocher mit Ofen

Segelleistung

polar

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